Industrielle Anwendungen

In vielen Industrien ist der Einsatz von Silikaten unerlässlich. Sie werden zur Herstellung von Düngemitteln, sowie Wasch- und Reinigungsprodukten verwendet. In der Wasseraufbereitung wirken sie als Korrosionsschutz für Trinkwasseranlagen. In Giessereien werden sie als ökologisches Bindemittel eingesetzt. Ausserdem sind sie Ausgangsmaterial zur Herstellung von Kieselsäure und Zeolithen.

 

Düngemittel Herstellung

Kaliumsilikate haben einen positiven Einfluss auf die Physiologie der Pflanzen. Sie sind eine hervorragende Quelle von gelöstem Silizium und sie enthalten Kalium, welches den Pflanzen als Makronährstoff dient.


Kaliumsilikate werden eingesetzt, um die Zellwände der Pflanzen zu stärken und eine Schutzbarriere gegen den Befall von Krankheitserregern aufzubauen. Der Einsatz von Kaliumsilikaten verbessert die Effizienz der Fotosynthese. Sie erhöhen die Widerstandkraft gegen metallische Schadstoffe und optimieren das Nährstoffgleichgewicht.

 

Wasch- und Reinigungsmittel

Seit vielen Jahren werden erfolgreich grosse Mengen an Flüssigsilikaten in der Formulierung von Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzt. Dabei machen sich die Hersteller viele Eigenschaften der Silikate zu Nutze. Sie wirken als Puffer, als Alkalilieferant und als Builder zum Neutralisieren von Wasserhärtemetallen.

Gleichzeitig helfen sie die Oberflächenspannung zu vermindern, sie unterstützen die Schmutzablösung, dispergieren Schmutz-, Öl- und Fettanteile und verhindern so, dass sich diese wieder auf Fasern oder Oberflächen absetzen. Zusätzlich wirken Silikate als Korrosionsinhibitoren auf metallischen Oberflächen. 

 

Wasseraufbereitung

Natriumsilikate sind bekannte Korrosionsinhibitoren für Trinkwasseranlagen. Seit über 90 Jahren werden sie erfolgreich zu diesem Zweck eingesetzt. Natriumsilikate können als alleiniger Wirkstoff verwendet werden - eine Zugabe von Phosphat oder anderen Stoffen ist nicht nötig.  

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Kieselsäure

Ausgangsmaterial für die Gewinnung von Kieselsäure auf nassem Wege sind Alkalisilikatlösungen, vorzugsweise Natronwasserglas, aus denen durch Zusatz von Säure amorphe Kieselsäure ausgefällt wird. 

vanBaerle bietet Natronwassergläser in verschiedenen Zusammensetzungen an, die als Rohstoff für die Herstellung von gefällter Kieselsäure dienen. Kieselsäure wird zum Beispiel in der Herstellung von Autoreifen, Zahnpasta und Scheuerreinigern verwendet.

 

Giesserei

Das Schwerkraftgiessen mit „verlorenen Formen“ ist ein in Giessereien weit verbreitetes Giessverfahren. Diese Formen werden meist aus Sand mit geeigneten Bindemitteln hergestellt. Mit Hilfe eines Modells werden die Konturen des Gussstücks als Hohlraum in der Form abgebildet. Um das Gussstück nach dem Abgießen zu befreien, muss die Form zerstört werden. Auch „verlorene Kerne“, die sowohl beim Sandgiessverfahren als auch beim Kokillengiessverfahren eingesetzt werden, werden aus gebundenem Sand hergestellt.

Neben den weit verbreiteten „organischen“ Bindemitteln, haben „anorganische“ Bindemittel auf Natriumsilikat- (Wasserglas-) Basis aufgrund ihrer positiven Auswirkungen auf Umwelt und Arbeitssicherheit in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen.

 

Zeolith

Zeolithe eignen sie sich als Katalysatoren für zahlreiche chemische Industrieprozesse, als Materialien zur Trennung von chemischen Substanzen oder auch als Wasserenthärter in Waschmitteln.
Ausgangsstoffe für synthetische Zeolithe sind Natriumsilikat (Natriumwasserglas), Kieselgel oder Kieselsäure als Siliziumquelle und Aluminiumhydroxid oder andere Aluminiumsalze als Aluminiumquelle. Welche Zeolithe dabei aus der Reaktionsmischung entstehen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie etwa der Zusammensetzung der Reaktionsmischung, der Rührgeschwindigkeit und der Kristallisationstemperatur.

Zeolithe sind kristalline Alumosilikate. Sie kommen in der Natur vor, können aber auch synthetisch hergestellt werden. Sie bestehen aus einer mikroporösen Gerüststruktur aus AlO4− und SiO4−Tetraedern. Dabei sind die Aluminium- und Silizium- Atome untereinander durch Sauerstoffatome verbunden. Je nach Typ ergibt sich dadurch eine Struktur aus gleichförmigen Poren und/oder Kanälen, in denen Stoffe absorbiert werden können. 

 

Stückglas

Unser Stückglas ist hochrein, umweltfreundlich, leicht wasserlöslich und eignet sich für ein breites Anwendungsspektrum.

vanBaerle stellt Kaliumsilikatstückglas aus Kaliumcarbonat (Pottasche) und Quarzsand in einem Elektroschmelzofen bei einer Temperatur von ca. 1400 °C her. Durch die Verwendung von hochreinen Rohstoffen und elektrischer Energie statt Gas oder Erdöl ist die Herstellung quasi CO2-neutral. Das enstehende Produkt ist geringstmöglich verunreinigt. Dies gewährleistet bei der Weiterverarbeitung eine hohe Lösegeschwindigkeit des Glases in Wasser und eine leichte Filtrierbarkeit der Flüssigprodukte.

vanBaerle erzeugt Kaliumsilikatstückglas mit einem Mol-Verhältnis von MV = 4.1. Stückgläser mit anderen Molverhältnissen produzieren wir auf Anfrage. Neben der Verwendung als Basischemikalie für zahlreiche Flüssigsilikate wird unser Kaliumsilikatstückglas auch als Füllstoff beispielsweise in Feuerfestkitt eingesetzt.

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